Girls´ Day im Gefängnis: Justizministerin Bernhardt zeigt Schülerinnen die JVA Bützow

„Der Zukunftstag für Mädchen ist wichtig, um auch in der Justiz in Mecklenburg-Vorpommern den Anteil der Frauen in Führungspositionen zu steigern“

„Seit 20 Jahren besteht der Girls´ Day als Zukunftstag für Mädchen. Annähernd zwei Millionen Mädchen hat er bereits begeistert. Er hat dazu beigetragen, dass viele junge Frauen auch in Mecklenburg-Vorpommern ihren ersten Kontakt mit Unternehmen oder Institutionen gemacht haben und ihren Traumjob selbst in Männer-Domänen gefunden haben. In vielen Berufen sind die Geschlechterverhältnisse nach wie vor klar verteilt. Während der Frauenanteil in Berufen der Erziehung, der Hauswirtschaft oder im Gesundheitswesen am höchsten ist, dominieren die Männer das Handwerk und das Baugewerbe insgesamt. Zum Beispiel war im Jahr 2019 der bundesweite Frauenanteil in Hand­werksberufen nahezu der gleiche wie 1992. Als Ministerin für Justiz, Gleichstellung und Verbraucherschutz ist es mir wichtig, dass in den nächsten Jahren gerade auch der Anteil an Richterinnen, Staatsanwältinnen und Frauen im Justizvollzugsdienst noch höher liegt als heute. Vor allem geht es mir um Frauen in Führungspositionen. Unser Land ist auf jede mutige Frau angewiesen“, so Ministerin Bernhardt. Sie begleitete zwei 16- und 17-jährige Schülerinnen in die JVA Bützow.

„In der Justizvollzugsanstalt Bützow lernten die jungen Frauen weibliche Führungskräfte kennen. Sie haben erleben dürfen, dass es ein Vorurteil ist, wenn man glaubt, im Gefängnis seien nur Männer durchsetzungsstark. Dennoch ist der Frauenanteil im Allgemeinen Vollzugsdienst in M-V mit 26 Prozent ausbaufähig. Frauen und Männer können gleiches leisten und sollten daher auch gleich bezahlt werden. Im öffentlichen Dienst ist das bereits Praxis. Ich setze mich dafür ein, dass die heutige Generation, die am Girls´ Day teilnimmt, in der Arbeitswelt ausgeglichener ist als meine Generation. Daher haben wir uns als Landesregierung die Gleichberechtigung zwischen Frauen und Männern auch zum Maßstab gesetzt“, so die Ministerin.